Demokratiezufriedenheit in Europa

Autor: David Michaelis // Informationen zu den Analysen: http://osf.io/qdy5g/

Sind stetig sinkende Wahlbeteiligungen und aktuelle Entwicklungen ein Zeichen der grundsätzlichen Abwendung des politischen Bürgers vom demokratischen System? Zeigt sich dies auch in einer steigenden Unzufriedenheit mit der Demokratie? Zufriedenheit mit der Demokratie in europäischen Staaten soll zu Untersuchung dieser Frage sowohl im zeitlichen Verlauf , als auch im europäischen Vergleich dargestellt werden. Die Datenbasis stellen Umfragedaten des Eurobarometer dar, da dieser einen Vergleich mehrerer europäischer Staaten über einen langen Zeitraum ermöglicht.


Generelles Ergebnis: die Demokratiezufriedenheit weißt ein erkennbares Nord-Süd-Gefälle auf, wobei in Ländern wie Italien oder Portugal der Anteil der Bevölkerung, der sehr zufrieden oder ziemlich zufrieden mit der Art und Weise, wie die Demokratie im Land funktioniert bei etwa 20-40% liegt. Nördlich gelegene Länder, wie z.B. Dänemark, Luxemburg oder Schweden weißen hierbei meist Zufriedenheitswerte von über 80-90% auf. Generell unterliegen die Zufriedenheitswerte länderspezifischen Schwankungen, was sich durch politische Ereignisse, wie Regierungswechsel oder andere Ereignisse erklären lässt. Die Demokratiezufriedenheit in Deutschland liegt vor der Wiedervereinigung meist bei ca. 75%, anschließend pendeln die Werte für Gesamtdeutschland zwischen 50 und 65%. Betrachtet über den gesamten Zeitraum bewegt sich der europäische Durchschnitt der Zufriedenheit mit der Demokratie bei etwa 50%. Somit lässt sich kein genereller Abwärtstrend beobachten.

Autor: David Michaelis, Grafik erstellt in: R V3.3.3, Paket ggplot2 V2.2.1, Syntax: osf.io/qdy5g/

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